Neuer Ergänzungsbau für ein Oberstufenzentrum in Möhlin geplant

09.05.2018

Der Ergänzungsbau für das Oberstufenzentrum, der in Möhlin das akute Schulraumproblem auf der Primarstufe entschärft, bietet ab 2021 allen Oberstufenschülerinnen und -schülern des Möhlintals Platz an einem Standort.

Der Gemeinderat Möhlin verzichtet mit diesem ohnehin notwendigen Ergänzungsbau, ab Schuljahr 2021/2022 auf die künftige Führung eines Sekundar- und Realschule Standortes Wegenstetten. Die Gemeindeammänner im Möhlintal wurden letzte Woche informiert. Die Gemeinden im Möhlintal werden zusammen eine Übergangslösung für den auf 31. Juli 2019 gekündigten Schulkreisvertrag suchen und ein geeignetes Mitspracherecht in den allfälligen künftigen Strukturen diskutieren.

Möhlin 9. Mai 2018, mf --- Am Oberstufenstandort Steinli in Möhlin soll mit einem mehrstöckigen Oberstufen-Ergänzungsbau ab dem Schuljahr 2021/22 die gesamte Oberstufe der Gemeinde Möhlin zusammengefasst werden.
Den Gemeinden Zeiningen bis Wegenstetten wurde angeboten, dass ab diesem Zeitpunkt auch die verbleibenden ca. 50 Oberstufenschülerinnen und Schüler im neuen Oberstufenzentrum Steinli beschult werden.
Damit könnten optimalere Klassengrössen gebildet und eine gute Durchlässigkeit zwischen den verschiedene Oberstufen lückenlos sichergestellt werden. Seit der Umstellungen auf das neue Schulsystem von sechs Primar- und drei Oberstufenjahre hat sich in Möhlin die Situation der knappen Primarschulräume deutlich verschärft. Deshalb sah sich der Gemeinderat Möhlin gezwungen, auf die Neubaupläne aus dem Jahre 2016 zurückzukommen.

Nach der Kündigung des Kreisschulvertrages 2017 strebten die Möhlintalgemeinden gemeinsam mit einem reinen Infrastrukturvertrag (Mietvertragslösung) eine pragmatische Lösung an. Somit hätten die Schulräume für die Sekundar- und Realschule Wegenstetten weiterhin genutzt werden können. Abklärungen beim Rechtsdienst des Kantons ergaben jedoch, dass eine reine Infrastrukturvertragslösung nicht möglich ist. Nach geltendem Schulgesetz wird nur eine vertragliche Lösung, entweder mit einem Kreisschulvertrag oder einem Kreisschulverband, erlaubt.

Damit wurde klar, dass die geplante Führung eines vierten Schulstandortes in Wegenstetten aus rechtlichen Gründen nicht möglich und aus pädagogischen sowie wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll ist. Von einem neuen Schulkreisvertrag sieht Möhlin ab. Ein solcher verpflichtete die Gemeinde Möhlin in der Vergangenheit, die Anzahl Schülerinnen und Schüler in Wegenstetten laufend zu erhöhen, da die Zahl der Sekundarschülerinnen und -schüler aus den Gemeinden Zeiningen bis Wegenstetten in den letzten Jahren stark zurückgegangen war. Zum heutigen Zeitpunkt werden gegen 70 Möhliner Schülerinnen und Schüler in Wegenstetten beschult, was mehr als die Hälfte des Schülerbestandes auf Sekundarstufe ausmacht. Als Übergangslösung könnte der gekündigte Schulkreisvertrag mit einer Zusatzvereinbarung bis zum Schuljahr 2021/2022 mit der bisherigen Führung verlängert werden. Mit den Gemeinden im Möhlintal wurde das Gespräch aufgenommen.

Gestützt auf die Empfehlungen des Departements Bildung, Kultur und Sport sowie nach einer intensiven Vernehmlassung in Gemeinderat und Schulpflege kamen wir zum Schluss, dass ein geplantes Oberstufenzentrum im Steinli langfristig die sinnvollste Lösung ist. Die Zusammenführung der gesamten Oberstufe an einem Standort ermöglicht eine durchlässige Stufenstruktur, ein optimales Fächerangebot und ist pädagogisch, wirtschaftlich und schulorganisatorisch zielführend.

Die Planungs- und Umsetzungsarbeiten in Möhlin sollen zügig vorangetrieben werden. Deshalb wird den Stimmberechtigten an der Einwohnergemeindeversammlung im Sommer 2019 ein Verpflichtungskredit für den geplanten Ergänzungsbau im Steinli zur Genehmigung vorgelegt.

Fredy Böni, Gemeindeammann
Janine Born, Vizepräsidentin der Schulpflege

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